Burgen und Schlösser in Slowenien: Von der Höhlenburg Predjama bis zur Burg über dem Bleder See

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Burgen und Schlösser in Slowenien: Von der Höhlenburg Predjama bis zur Burg über dem Bleder See

Slowenien überrascht mit einer der spektakulärsten Burgenlandschaften Mitteleuropas: die in den Fels gebaute Höhlenburg Predjama, die Burg über dem türkisblauen Bleder See und trutzige Wehrbauten in den Julischen Alpen.

Ein kleines Land mit großer Burgendichte

Slowenien ist eines der kleinsten Länder Europas, besitzt aber eine bemerkenswert dichte und vielfältige Burgenlandschaft. Als jahrhundertelanges Grenzland zwischen dem Heiligen Römischen Reich, der Republik Venedig und später dem Osmanischen Reich war das Gebiet strategisch umkämpft. Auf fast jeder Anhöhe entlang der alten Handels- und Heerwege erhob sich eine Burg, um Pässe, Täler und Städte zu schützen.

Von den Julischen Alpen im Nordwesten bis zum Karst im Südwesten reicht ein Netz aus Wehrburgen, Renaissanceschlössern und Adelssitzen, das oft im Schatten der bekannteren Nachbarländer steht, aber echte architektonische Schätze bereithält.

Höhlenburg Predjama: In den Fels gebaut

Das spektakulärste Bauwerk Sloweniens ist zweifellos die Höhlenburg Predjama, auf Deutsch auch Höhlenburg Lueg genannt. In eine 123 Meter hohe, senkrechte Felswand gebaut, verschmilzt die Burg vollständig mit dem Karstgestein. Dahinter verbirgt sich ein Höhlensystem, das der Anlage einst geheime Fluchtwege und eine fast uneinnehmbare Lage bescherte. Um die Burg rankt sich die Legende des Raubritters Erasmus von Lueg, der hier einer langen Belagerung getrotzt haben soll. Predjama gilt als die größte Höhlenburg der Welt und liegt nur wenige Kilometer von der berühmten Höhle von Postojna entfernt.

Die Burg über dem Bleder See

Nicht weniger berühmt ist die Burg von Bled, die auf einem steilen Felsen hoch über dem türkisblauen Bleder See thront. Sie gilt als eine der ältesten Burgen Sloweniens und bietet von ihren Mauern einen der schönsten Ausblicke des Landes: hinab auf die kleine Insel mit der Wallfahrtskirche und die umliegenden Gipfel der Julischen Alpen. Die Burg beherbergt ein Museum, eine historische Druckerei und eine Weinkellerei und ist das meistfotografierte Motiv Sloweniens.

Schlösser und Wehrbauten im Landesinneren

Auch abseits der beiden Wahrzeichen lohnt die Suche. Die Burg von Ljubljana krönt den Schlossberg über der Hauptstadt und ist per Standseilbahn erreichbar; von ihren Türmen überblickt man die gesamte Altstadt. Im Osten des Landes liegt Schloss Ptuj über der ältesten Stadt Sloweniens, und die mächtige Burg Celje war einst Sitz der Grafen von Cilli, eines der einflussreichsten Adelsgeschlechter Mitteleuropas. Das Renaissanceschloss Snežnik im Süden gehört zu den besterhaltenen Schlössern des Landes.

Praktische Tipps für die Burgenreise durch Slowenien

Sloweniens geringe Größe ist ein großer Vorteil: Von der Hauptstadt Ljubljana aus lassen sich die meisten Burgen als Tagesausflug erreichen. Predjama und die Höhle von Postojna bilden ein ideales Paar für einen Tag, ebenso wie Bled und der nahe Triglav-Nationalpark.

Die beste Reisezeit sind das späte Frühjahr und der frühe Herbst, wenn die Alpenlandschaft in klarem Licht liegt und die Besucherströme an den Hauptattraktionen überschaubar bleiben. Ein Mietwagen bietet die größte Freiheit, um auch abgelegene Burgen zu erreichen. Unterkünfte rund um Bled, Ljubljana oder den Karst lassen sich bequem über eine Hotelsuche in der jeweiligen Region finden.

Themen: slowenien europa
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Bildnachweise (1)
  • Burgen und Schlösser in Slowenien: Von der Höhlenburg Predjama bis zur Burg über dem Bleder See:  Foto  Wikimedia Commonssiehe Quelle