Schlösser und Burgen in Großbritannien: Von Windsor Castle bis zu den Highlands Schottlands

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Schlösser und Burgen in Großbritannien: Von Windsor Castle bis zu den Highlands Schottlands

Kein Land verkörpert das Bild der Ritterburg so sehr wie Großbritannien: von Windsor Castle über den Tower of London bis zu den einsamen Burgen der schottischen Highlands wie Eilean Donan.

Das Land der Castles

Wenn Menschen an ein englisches Schloss oder eine mittelalterliche Burg denken, haben sie oft ein britisches Bauwerk vor Augen. Kaum ein Land besitzt eine so dichte und geschlossene Burgenlandschaft wie Großbritannien, und kaum eine ist so gut erhalten. Das englische Wort castle umfasst dabei beide Welten: die wehrhafte Burg des Mittelalters ebenso wie das repräsentative Schloss der Neuzeit.

Die Geschichte der britischen Burgen beginnt mit der normannischen Eroberung von 1066, als Wilhelm der Eroberer das Land mit einem Netz von Burgen überzog, um seine Herrschaft zu sichern. Von diesen frühen Motte-and-Bailey-Anlagen bis zu den prunkvollen Landsitzen der Neuzeit spannt sich ein Bogen von fast tausend Jahren.

Englands königliche Schlösser

Das berühmteste Schloss des Landes ist Windsor Castle westlich von London, die älteste durchgehend bewohnte Burg der Welt und eine der offiziellen Residenzen der britischen Krone. Ihre gewaltige Anlage mit dem Round Tower, den State Apartments und der St George’s Chapel vereint fast ein Jahrtausend Baugeschichte.

In London selbst zieht der Tower of London Millionen Besucher an. Die normannische Festung war Königsresidenz, Gefängnis und Hinrichtungsstätte und bewahrt heute die Kronjuwelen. Weitere Höhepunkte sind das mächtige Warwick Castle, das eindrucksvolle Dover Castle als Schlüssel Englands und das märchenhafte Leeds Castle in Kent, das auf zwei Inseln in einem See liegt.

Wales: Das Land der Festungen

Kaum irgendwo stehen mächtige mittelalterliche Burgen so dicht wie in Wales. König Eduard I. ließ im 13. Jahrhundert einen Ring gewaltiger Festungen errichten, um das eroberte Land zu beherrschen. Caernarfon Castle, Conwy, Harlech und Beaumaris zählen zu den beeindruckendsten Wehrbauten Europas und bilden gemeinsam ein UNESCO-Welterbe. Ihre wuchtigen Türme und Mauern demonstrieren bis heute die Macht des mittelalterlichen Königtums.

Schottland: Burgen zwischen Highlands und Küste

Schottlands Burgen sind untrennbar mit seiner dramatischen Landschaft verbunden. Das Edinburgh Castle thront auf einem erloschenen Vulkan über der Hauptstadt und ist das meistbesuchte Baudenkmal Schottlands. In den Highlands liegt das vielfotografierte Eilean Donan Castle auf einer kleinen Gezeiteninsel, während Stirling Castle auf seinem Felsen einst über das Schicksal des Landes mitentschied. Viele schottische Burgen sind zudem von Legenden und Geistergeschichten umrankt, die ihren romantischen Reiz noch verstärken.

Praktische Tipps für die Burgenreise durch Großbritannien

Großbritanniens Burgen lassen sich gut zu regionalen Rundreisen verbinden. Von London aus sind Windsor, Leeds Castle und Dover als Tagesausflüge erreichbar. Wales bietet sich für eine Rundreise entlang der Burgen Eduards I. an, und Schottland verbindet Burgenbesuche ideal mit einer Reise durch die Highlands.

Viele Burgen werden von Organisationen wie English Heritage, dem National Trust oder Historic Scotland betreut, deren Jahreskarten sich bei mehreren Besuchen schnell rechnen. Für die großen Namen wie Windsor, den Tower und Edinburgh Castle empfiehlt sich eine Vorabbuchung, um Wartezeiten zu vermeiden. Passende Hotels in der Nähe der einzelnen Ziele lassen sich bequem über eine Kartensuche finden.

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Bildnachweise (1)
  • Schlösser und Burgen in Großbritannien: Von Windsor Castle bis zu den Highlands Schottlands:  Foto  Wikimedia Commonssiehe Quelle