Schlösser und Burgen in Frankreich: Von den Loire-Schlössern bis zu den Festungen des Mittelalters

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Schlösser und Burgen in Frankreich: Von den Loire-Schlössern bis zu den Festungen des Mittelalters

Frankreich ist das Land der Châteaux: Von den Renaissanceschlössern der Loire über die Festungsstadt Carcassonne bis zum Mont-Saint-Michel reiht sich ein architektonisches Meisterwerk ans nächste.

Das Land der Châteaux

Wenn es um die Frage geht, welches Land die meisten Burgen und Schlösser besitzt, fällt der Name Frankreich immer wieder. Über das ganze Land verteilt liegen mehrere Tausend Châteaux, vom wehrhaften mittelalterlichen Kastell bis zum prunkvollen Renaissanceschloss. Das französische Wort château umfasst dabei beide Welten: die Burg ebenso wie das Schloss.

Frankreichs Schlösserlandschaft erzählt die Geschichte eines zentralistischen Königtums, das über Jahrhunderte um die Macht mit dem Adel rang. Aus den trutzigen Burgen des Mittelalters, die den Feudalherren als Machtbasis dienten, wurden in der Renaissance elegante Residenzen, in denen sich die Könige und der Hochadel mit Kunst und Architektur überboten.

Die Loire-Schlösser: Renaissance an einem Fluss

Das Herz der französischen Schlösserromantik schlägt im Tal der Loire, das als UNESCO-Welterbe geschützt ist. Auf engem Raum reihen sich hier die berühmtesten Châteaux des Landes aneinander.

Schloss Chambord ist das größte und spektakulärste von ihnen: König Franz I. ließ es ab 1519 als Jagdschloss errichten, mit einer doppelläufigen Wendeltreppe, die auf einen Entwurf Leonardo da Vincis zurückgehen soll, und einem Dachwald aus Türmchen und Kaminen. Zierlicher und romantischer wirkt Schloss Chenonceau, das sich auf Bögen über den Fluss Cher spannt und als Schloss der Damen bekannt ist. Weitere Höhepunkte sind Amboise, Blois, Villandry mit seinen berühmten Gärten und Azay-le-Rideau.

Versailles und die Königsresidenzen

Kein Schloss hat die europäische Architektur so geprägt wie Versailles. Ludwig XIV., der Sonnenkönig, verwandelte das einstige Jagdschloss seines Vaters ab 1661 in den größten Palast Europas und machte ihn zum Zentrum seiner absolutistischen Herrschaft. Der Spiegelsaal, die weitläufigen Gärten von André Le Nôtre und die schiere Größe der Anlage wurden zum Vorbild für Fürstenhöfe von Portugal bis Russland. In der Nähe von Paris liegen zudem die Schlösser von Fontainebleau und Vaux-le-Vicomte, das Versailles vorausging.

Mittelalterliche Festungen und Wehrbauten

Neben der höfischen Pracht bewahrt Frankreich auch großartige Zeugnisse mittelalterlicher Wehrarchitektur. Die Festungsstadt Carcassonne im Süden ist mit ihrem doppelten Mauerring und den zahlreichen Türmen die größte erhaltene Wehranlage Europas und ebenfalls UNESCO-Welterbe. An der Küste der Normandie erhebt sich der Mont-Saint-Michel, eine von Gezeiten umspülte Klosterinsel, deren Silhouette zu den bekanntesten Frankreichs zählt. Im Süden zeugen die Katharerburgen wie Montségur und Peyrepertuse von den blutigen Glaubenskriegen des Mittelalters.

Praktische Tipps für die Schlösserreise durch Frankreich

Wer die Loire-Schlösser bereisen möchte, wählt am besten eine Stadt wie Tours oder Blois als Basis und erkundet von dort die einzelnen Châteaux. Zwei bis drei Schlösser pro Tag sind ein angenehmes Maß, denn die weitläufigen Gärten wollen ebenfalls erkundet werden. Das Frühjahr und der frühe Herbst bieten mildes Wetter und weniger Andrang.

Für Versailles gilt wie für Chambord: Tickets sollten vorab gebucht werden, um Wartezeiten zu vermeiden. Eine Rundreise lässt sich gut mit dem Auto gestalten, viele Loire-Schlösser sind aber auch per Rad auf den ausgebauten Radwegen entlang des Flusses erreichbar. Passende Unterkünfte in der Nähe der Schlösser findet man bequem über eine Hotelsuche vor Ort.

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  • Schlösser und Burgen in Frankreich: Von den Loire-Schlössern bis zu den Festungen des Mittelalters:  Foto  Wikimedia Commonssiehe Quelle