Burgen und Schlösser in Rumänien: Von Draculas Schloss Bran bis zum Märchenschloss Peleș

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Burgen und Schlösser in Rumänien: Von Draculas Schloss Bran bis zum Märchenschloss Peleș

Rumänien ist das Land der Karpatenburgen: Zwischen den bewaldeten Gipfeln Transsilvaniens liegen mit Schloss Bran, dem Peleș und der Bauernburg Bran einige der eindrucksvollsten Burgen Osteuropas.

Transsilvanien: Land hinter den Wäldern

Kaum eine Region Europas ist so eng mit Burgenromantik und dunklen Legenden verknüpft wie Transsilvanien, das Land jenseits der Karpaten. Über Jahrhunderte war Siebenbürgen ein Grenzland zwischen dem Königreich Ungarn, dem Osmanischen Reich und den rumänischen Fürstentümern. Deutsche Siedler, die Siebenbürger Sachsen, errichteten hier ab dem 12. Jahrhundert befestigte Städte und die einzigartigen Kirchenburgen, während auf den Gipfeln der Karpaten wehrhafte Burgen die Pässe sicherten.

Diese bewegte Geschichte hat eine der dichtesten und dramatischsten Burgenlandschaften Osteuropas hinterlassen: von mittelalterlichen Wehrbauten über wuchtige Kirchenburgen bis zu prunkvollen Königsresidenzen des 19. Jahrhunderts.

Schloss Bran: Das Draculaschloss

Kein Bauwerk Rumäniens ist international so bekannt wie Schloss Bran, weltweit vermarktet als Draculaschloss. Die trutzige Burg auf einem Felsen am gleichnamigen Pass wurde im 14. Jahrhundert zur Sicherung der Grenze und des Handelswegs zwischen Transsilvanien und der Walachei errichtet.

Die Verbindung zu Bram Stokers Roman Dracula und zum historischen Fürsten Vlad Țepeș ist historisch umstritten und beruht mehr auf Vermarktung als auf belegten Aufenthalten. Dennoch ist Bran ein lohnendes Ziel: Die verwinkelten Räume, die steilen Treppen und die Aussicht über die Karpaten machen den Besuch zu einem Erlebnis. Wegen der Popularität empfiehlt sich ein Besuch außerhalb der Hauptsaison oder am frühen Morgen.

Schloss Peleș: Das Märchen der Karpaten

Ganz anders präsentiert sich Schloss Peleș bei Sinaia. Der rumänische König Karl I. ließ die Sommerresidenz Ende des 19. Jahrhunderts im Stil der Neorenaissance errichten. Mit seinen Fachwerkgiebeln, Türmchen und der prachtvollen Ausstattung aus Holzschnitzereien, Waffensammlungen und kostbaren Interieurs gilt Peleș als eines der schönsten Schlösser Europas. Es war zudem eines der ersten Schlösser des Kontinents mit elektrischem Licht und Zentralheizung.

Kirchenburgen und Wehrbauten der Siebenbürger Sachsen

Ein einzigartiges Erbe Rumäniens sind die Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen. In Dörfern wie Birthälm (Biertan), Tartlau (Prejmer) oder Deutsch-Weißkirch (Viscri) umschließen mächtige Ringmauern die Dorfkirchen, die den Bewohnern bei osmanischen Angriffen Schutz boten. Mehrere dieser Kirchenburgen zählen zum UNESCO-Welterbe. Auch die alten Siedlungszentren wie Sighișoara (Schäßburg) mit seiner vollständig erhaltenen Wehranlage vermitteln, wie bedroht und zugleich wehrhaft das Leben an dieser Grenze einst war.

Hoch über der Landschaft liegen zudem Ruinen wie die Törzburg und die Königsburg von Deva sowie das eindrucksvolle Schloss Hunedoara (Hunyad), eine der größten gotischen Burgen Südosteuropas.

Praktische Tipps für die Burgenreise durch Rumänien

Die schönsten Burgen Rumäniens liegen in Transsilvanien und lassen sich gut zu einer Rundreise verbinden. Von Brașov (Kronstadt) aus sind Schloss Bran und Schloss Peleș jeweils als Tagesausflug erreichbar, und die Stadt selbst ist mit ihrer mittelalterlichen Altstadt ein idealer Ausgangspunkt.

Die beste Reisezeit sind das späte Frühjahr und der frühe Herbst, wenn die Karpaten in sattem Grün oder Herbstlaub stehen und die Besucherzahlen überschaubar bleiben. Für die abgelegenen Kirchenburgen ist ein Mietwagen die beste Wahl. Übernachtungen in den historischen Städten Transsilvaniens lassen sich bequem über eine Hotelsuche in der jeweiligen Region finden.

Themen: rumaenien europa
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Bildnachweise (1)
  • Burgen und Schlösser in Rumänien: Von Draculas Schloss Bran bis zum Märchenschloss Peleș:  Foto  Wikimedia Commonssiehe Quelle