Burgen und Schlösser in Italien: Von Castel del Monte bis zu den Residenzen der Renaissance

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Burgen und Schlösser in Italien: Von Castel del Monte bis zu den Residenzen der Renaissance

Italien vereint staufische Kastelle, mittelalterliche Stadtburgen und prunkvolle Renaissance-Residenzen: vom geheimnisvollen Castel del Monte in Apulien bis zum Castello Sforzesco in Mailand.

Ein Land der Kastelle und Residenzen

Italien ist vor allem für seine Kunststädte und antiken Stätten bekannt, doch die Burgen- und Schlösserlandschaft des Landes ist ebenso reich. Über Jahrhunderte war die Halbinsel in konkurrierende Stadtstaaten, Fürstentümer und Königreiche zersplittert, die sich in ständigem Wettstreit mit Burgen und Festungen zu behaupten suchten. Das italienische Wort castello steht dabei sowohl für die mittelalterliche Wehrburg als auch für das repräsentative Schloss.

Von den staufischen Kastellen Süditaliens über die Stadtburgen der oberitalienischen Signori bis zu den Villen und Residenzen der Renaissance reicht ein außergewöhnlich vielfältiges Erbe, das eng mit den großen Namen der italienischen Geschichte verknüpft ist.

Castel del Monte: Das Rätsel Apuliens

Das geheimnisvollste Bauwerk Italiens ist das Castel del Monte in Apulien, das Kaiser Friedrich II. im 13. Jahrhundert errichten ließ. Sein streng achteckiger Grundriss mit acht achteckigen Türmen ist einzigartig und gibt bis heute Rätsel auf: Weder als reine Festung noch als Jagdschloss lässt es sich eindeutig deuten. Die vollkommene geometrische Harmonie und die reiche Symbolik machen das UNESCO-Welterbe zu einem der faszinierendsten Bauwerke des europäischen Mittelalters.

Stadtburgen des Nordens

In Oberitalien errichteten die mächtigen Herrscherfamilien der Renaissance gewaltige Stadtburgen. Das Castello Sforzesco in Mailand, einst Sitz der Herzöge von Mailand, ist eine der größten Zitadellen Europas und beherbergt heute bedeutende Museen. In Verona bewacht das Castelvecchio mit seiner charakteristischen Zinnenbrücke die Etsch, und in Ferrara erhebt sich das wassergrabenumgebene Castello Estense mitten in der Stadt. Sie alle zeugen von der Macht und dem Repräsentationswillen der italienischen Signori.

Residenzen und Königsschlösser

Mit dem Aufstieg der großen Dynastien entstanden auch prunkvolle Residenzen. Der Königspalast von Caserta bei Neapel, die Reggia di Caserta, ist mit seinen weitläufigen Gärten und über tausend Räumen einer der größten Königspaläste Europas und wollte es mit Versailles aufnehmen. In Turin bilden die Residenzen des Hauses Savoyen, darunter der Palazzo Reale und das Jagdschloss Stupinigi, ein prächtiges UNESCO-Ensemble. Am Gardasee lockt das märchenhafte Castello Scaligero von Sirmione mit seinem Wasserhafen.

Praktische Tipps für die Burgenreise durch Italien

Italiens Burgen und Schlösser sind über das ganze Land verteilt und lassen sich gut in eine Rundreise einbauen. Wer den Norden bereist, kombiniert die Stadtburgen von Mailand, Verona und Ferrara mit den Seen und Kunststädten. Für Castel del Monte bietet sich eine Reise durch Apulien an, für die Königsschlösser eine Tour rund um Neapel oder Turin.

Die beste Reisezeit sind das Frühjahr und der Herbst, wenn die Temperaturen mild sind und die großen Touristenströme des Hochsommers ausbleiben. Für die bekanntesten Ziele empfiehlt sich eine Vorabbuchung der Tickets. Passende Hotels in der Nähe der einzelnen Ziele lassen sich bequem über eine Kartensuche finden.

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Bildnachweise (1)
  • Burgen und Schlösser in Italien: Von Castel del Monte bis zu den Residenzen der Renaissance:  Foto  Wikimedia Commonssiehe Quelle