Schloss Lichtenstein

Honau, Schwäbische Alb · Schloss · erbaut 1840–1842

Schloss Lichtenstein

Das Märchenschloss Württembergs: Kühn auf einem Felsen der Schwäbischen Alb erbaut, verdankt Schloss Lichtenstein seine Entstehung einem Roman und gilt als eines der romantischsten Bauwerke Deutschlands.

Geschichte

Schloss Lichtenstein ist ein Kind der Romantik. Als der württembergische Dichter Wilhelm Hauff 1826 seinen historischen Roman Lichtenstein veröffentlichte, weckte er die Begeisterung für das mittelalterliche Rittertum. Herzog Wilhelm von Urach, ein Vetter des württembergischen Königs, war von dem Stoff so eingenommen, dass er 1840 bis 1842 auf einem Felsen der Schwäbischen Alb ein neues Schloss errichten ließ, das die romantische Vision einer Ritterburg verwirklichte.

An dieser Stelle hatte im Mittelalter tatsächlich eine Burg gestanden, die längst verfallen war. Der Neubau griff die alte Tradition auf und schuf zugleich ein völlig neues Bauwerk, das zu den bekanntesten Beispielen der deutschen Burgenromantik zählt.

Architektur & Lage

Das Schloss verdankt seine Wirkung vor allem der spektakulären Lage: Es erhebt sich kühn auf einem schmalen Felsvorsprung hoch über dem Echaztal, sodass es an manchen Stellen förmlich über dem Abgrund zu schweben scheint. Die neugotische Architektur mit Türmchen, Zinnen und Erkern verstärkt den Eindruck einer verwunschenen Ritterburg.

Im Inneren sind die Räume im Stil des 19. Jahrhunderts ausgestattet und beherbergen eine Sammlung historischer Waffen und Rüstungen. Von den Terrassen und aus den Fenstern öffnet sich der Blick weit ins Land.

Besuch & Tipps

Die Innenräume von Schloss Lichtenstein werden im Rahmen von Führungen gezeigt. Wer nur die berühmte Aussicht und das Schloss von außen erleben möchte, kann in der Regel den Burghof gegen ein geringes Entgelt betreten, von wo aus sich das klassische Postkartenmotiv bietet.

Das Schloss ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf der Schwäbischen Alb: Der Albtrauf mit seinen Aussichtsfelsen und das Echaztal locken mit gut markierten Wegen. In der Umgebung liegen zudem die Nebelhöhle und die Bärenhöhle, die sich gut mit einem Schlossbesuch verbinden lassen. Aktuelle Führungszeiten und Preise sollten vorab geprüft werden.

Highlights
  • Kühne Lage auf einem steilen Felsen am Rand der Schwäbischen Alb
  • Vom Roman Lichtenstein Wilhelm Hauffs inspirierte neugotische Ritterburg
  • Gilt als das Märchenschloss Württembergs
  • Historische Waffen- und Rüstungssammlung im Inneren
  • Ausgangspunkt für Wanderungen im Albtrauf und ins Echaztal
Häufige Fragen
Warum wurde Schloss Lichtenstein erbaut?
Herzog Wilhelm von Urach ließ das Schloss 1840 bis 1842 auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burg errichten, begeistert vom historischen Roman Lichtenstein des Dichters Wilhelm Hauff. Das Schloss ist damit ein bewusstes Werk der Romantik, das die Sehnsucht des 19. Jahrhunderts nach dem idealisierten Mittelalter in Stein umsetzte, und wird bis heute das Märchenschloss Württembergs genannt.
Kann man das Innere des Schlosses besichtigen?
Die Innenräume sind im Rahmen von Führungen zugänglich, die durch die neugotisch ausgestatteten Säle und eine Sammlung historischer Waffen und Rüstungen leiten. Der Burghof mit dem berühmten Blick auf das Schloss und ins Tal kann meist auch ohne Führung gegen ein geringeres Entgelt betreten werden. Die genauen Konditionen sollten vorab geprüft werden.

Übernachten am Schloss

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