Kaiserburg Nürnberg

Nürnberg, Mittelfranken · Burg · erbaut ab dem 11. Jahrhundert

Kaiserburg Nürnberg

Das Wahrzeichen Nürnbergs: Über der Altstadt erhebt sich die Kaiserburg, jahrhundertelang Aufenthaltsort der römisch-deutschen Könige und Kaiser und eine der bedeutendsten Reichsburgen des Mittelalters.

Geschichte

Die Nürnberger Burg ist untrennbar mit der Geschichte des Heiligen Römischen Reichs verbunden. Ab dem 11. Jahrhundert entstand auf dem Sandsteinfelsen über der späteren Reichsstadt eine Königsburg, die im Mittelalter zu einer der wichtigsten Kaiserpfalzen des Reichs aufstieg. Nahezu alle römisch-deutschen Könige und Kaiser des Mittelalters hielten sich hier auf; die Goldene Bulle von 1356 bestimmte Nürnberg sogar zum Ort, an dem jeder neu gewählte König seinen ersten Reichstag abhalten sollte.

Die Anlage ist eine Doppelburg: Sie besteht aus der eigentlichen Kaiserburg und der benachbarten Burggrafenburg, die über Jahrhunderte den Nürnberger Burggrafen aus dem Haus Hohenzollern gehörte. Der Aufstieg der freien Reichsstadt Nürnberg zu einem der wirtschaftlichen und kulturellen Zentren Europas im Spätmittelalter spiegelt sich in der wechselvollen Baugeschichte der Burg wider.

Architektur & Lage

Die Burg krönt den Nordrand der Altstadt und bildet gemeinsam mit der Stadtmauer ein weithin sichtbares Ensemble. Zu den ältesten und eindrucksvollsten Bauteilen zählt die romanische Doppelkapelle, in der eine untere und eine obere Ebene übereinanderliegen – ein Zeichen der mittelalterlichen Ständeordnung, denn der Kaiser wohnte dem Gottesdienst von oben bei.

Der runde Sinwellturm bietet nach dem Aufstieg über eine Wendeltreppe einen Rundblick über die Dächer Nürnbergs. Eine technische Besonderheit ist der Tiefe Brunnen, der über 47 Meter in den Fels hinabreicht und die Wasserversorgung der Burg auch bei Belagerungen sicherte. Bei Führungen wird seine Tiefe eindrucksvoll mit Wasser und Licht demonstriert.

Besuch & Tipps

Die Kaiserburg wird von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut und ist ganzjährig geöffnet. Ein Kombiticket umfasst üblicherweise Palas, Doppelkapelle, Museum, Sinwellturm und Tiefen Brunnen. Wegen der Wendeltreppen ist festes Schuhwerk empfehlenswert.

Der Burgbesuch lässt sich hervorragend mit einem Rundgang durch die Nürnberger Altstadt verbinden – vom Albrecht-Dürer-Haus in unmittelbarer Nähe bis zum Hauptmarkt mit dem Schönen Brunnen. Im Advent liegt der weltbekannte Christkindlesmarkt nur wenige Gehminuten entfernt. Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise variieren saisonal und sollten vor dem Besuch geprüft werden.

Highlights
  • Wahrzeichen Nürnbergs und eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen des Heiligen Römischen Reichs
  • Sinwellturm mit Rundblick über die Altstadt und den Tiefen Brunnen mit über 47 Metern Tiefe
  • Museum der Bayerischen Schlösserverwaltung zur Geschichte von Burg und Reich
  • Doppelburg aus Kaiserburg und Burggrafenburg mit romanischer Doppelkapelle
  • Direkt am Beginn der historischen Altstadt und der Stadtmauer gelegen
Häufige Fragen
Was kann man in der Kaiserburg besichtigen?
Zum Museumsrundgang gehören die Palas-Räume mit der Ausstellung der Bayerischen Schlösserverwaltung, die romanische Doppelkapelle, der Sinwellturm mit Aussichtsplattform sowie der Tiefe Brunnen. Ein Kombiticket deckt in der Regel alle Bereiche ab; Öffnungszeiten und Preise sollten vorab geprüft werden.
Ist die Kaiserburg gut mit dem Christkindlesmarkt zu verbinden?
Sehr gut. Die Burg liegt am oberen Ende der Nürnberger Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Hauptmarkt entfernt, auf dem im Advent der berühmte Christkindlesmarkt stattfindet. Ein Burgbesuch am Vormittag und der Weihnachtsmarkt am Nachmittag lassen sich ideal zu einem Tagesausflug verbinden.

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