Festung Marienberg

Würzburg, Unterfranken · Festung · erbaut mittelalterlicher Kern, Ausbau 16.–17. Jh.

Festung Marienberg

Über dem Maintal thront die Festung Marienberg, jahrhundertelang Residenz der Würzburger Fürstbischöfe und Wahrzeichen der Stadt mit weitem Blick über die Weinberge Frankens.

Geschichte

Die Festung Marienberg blickt auf eine der längsten Besiedlungsgeschichten aller deutschen Burgen zurück: Schon in der Bronzezeit und keltischen Zeit war der Bergsporn über dem Main befestigt. Im frühen 8. Jahrhundert entstand hier die Marienkirche, eine der ältesten Kirchen Deutschlands. Ab dem 13. Jahrhundert bauten die Würzburger Fürstbischöfe die Anlage zu ihrer Residenz aus.

Über 500 Jahre lang, bis zum Bau der prunkvollen Würzburger Residenz im 18. Jahrhundert, regierten die geistlichen Fürsten von hier aus ihr Hochstift. Im Bauernkrieg 1525 hielt die Festung dem Ansturm der aufständischen Bauern stand, im Dreißigjährigen Krieg wurde sie von den Schweden erobert. Diese wechselvolle Geschichte prägte ihre Gestalt zwischen mittelalterlicher Burg und barocker Festung.

Architektur & Lage

Die Festung erhebt sich markant auf einem Weinberg über dem linken Mainufer, gegenüber der Würzburger Altstadt. Ihr Kern ist die mittelalterliche Burg mit dem runden Bergfried und der romanischen Marienkirche im Innenhof. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Anlage durch Bastionen und Wälle zur modernen Festung ausgebaut, die den Belagerungen der Zeit standhalten sollte.

Von den Mauern und Terrassen öffnet sich ein weiter Blick über die Dächer Würzburgs, den Main und die umliegenden Weinberge Frankens, was die Festung zu einem beliebten Fotomotiv macht.

Besuch & Tipps

Ein Besuch der Festung verbindet Geschichte mit Aussicht: Der frei zugängliche Burghof und die Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein, während die Museen tiefere Einblicke in die fränkische Geschichte und Kunst bieten. Das Museum für Franken beherbergt eine bedeutende Sammlung von Werken des Bildschnitzers Tilman Riemenschneider.

Der Aufstieg zu Fuß von der Altstadt über die Alte Mainbrücke und durch die Weinberge ist ein Erlebnis für sich, besonders zur Zeit der Weinlese. Ein Besuch lässt sich hervorragend mit der berühmten Würzburger Residenz und einer Weinprobe in einem der fränkischen Weingüter verbinden. Aktuelle Öffnungszeiten der Museen sollten vorab geprüft werden.

Highlights
  • Wahrzeichen Würzburgs hoch über dem Main und den fränkischen Weinbergen
  • Über 500 Jahre Residenz der Würzburger Fürstbischöfe
  • Romanische Marienkirche, einer der ältesten Kirchenbauten Deutschlands, im Burghof
  • Fürstenbaumuseum und das Museum für Franken innerhalb der Festung
  • Weiter Panoramablick auf die Würzburger Altstadt und die Residenz
Häufige Fragen
Kann man die Festung Marienberg frei besichtigen?
Der Burghof, die Wege und die Aussichtspunkte sind frei zugänglich und bieten einen herrlichen Blick über Würzburg und das Maintal. Eintritt wird für die Museen erhoben: das Fürstenbaumuseum in den ehemaligen fürstbischöflichen Wohnräumen und das Museum für Franken mit bedeutenden Werken Tilman Riemenschneiders. Öffnungszeiten der Museen sollten vorab geprüft werden.
Wie gelangt man zur Festung hinauf?
Von der Würzburger Altstadt führt ein etwa 20- bis 30-minütiger Fußweg über die Alte Mainbrücke und durch die Weinberge hinauf, der mit schönen Ausblicken belohnt. In der Saison verkehrt zudem ein Bus zur Festung. Der Aufstieg zu Fuß durch die Weinlagen gehört für viele zum Erlebnis dazu.

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